Seit der Mensch seinen aufrechten Gang besitzt, ruht er gerne im Sitzen. Wenn gleich man die Stühle der Steinzeit nicht als solche betrachten konnte, hatten sie doch die gleiche Funktion wie unsere Sitzgelegenheiten heute. Stühle mussten eine Sitzfläche bieten und eine Rückenlehne. Waren die Sitzmöglichkeiten damals noch Holzstämme oder Steinansammlungen, begann der Siegeszug unserer heutigen Stühle erst im alten Ägypten. Dort waren die Stühle nur den Pharaonen vorbehalten. Ein Zeichen der Macht, wenn man auf ihm thronte.
Die weitere Verbreitung der Stuhlmodelle vollzog sich in den Königshäusern, den Klöstern und Herrenhäusern. Erst im 16. Jahrhundert übernahm das erstarkende Bürgertum die Praxis, Stühle für sich selbst zu benutzen. Im Laufe der Jahrhunderte erbaute man die Stühle in unterschiedlichen Bauweisen. Waren es anfangs noch gedrechselte Holzgestelle, wurden später alle möglichen Werkstoffe zu Sitzmöbeln verarbeitet. Rohr lieferte den Grundstoff für Schaukelstühle und elastischer Stahl den Unterbau für Freischwinger. Eine Kombination aus Holzleisten und klappbaren Metallgestell erlaubten eine platzsparende Aufbewahrung.
Jeder kennt sie aus den Biergärten im Sommer. Stühle gibt es heute passend für viele Berufszweige, für Ärzte, Fußpfleger oder fürs Büro. Man muss nur schauen, dass man auch das passende Modell findet, welches allen Ansprüchen und Bedürfnissen gerecht wird.